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Heilige Drei Könige / Dreikönigsfest

Am 6. Januar wird von den katholischen Christen das Fest der „Heiligen Drei Könige“ oder „Dreikönigsfest“ gefeiert. Jedoch ist nicht überliefert, dass es wirklich Könige waren und auch die Anzahl drei ist umstritten. Die Bibel spricht letztlich nur von den „Weisen aus dem Morgenland“. Die Protestanten bezeichnen diesen Feiertag auch als Epiphanias („Erscheinung“) und nennen das Fest „Fest der Erscheinung Christi“.

Die griechische Übersetzung aus dem Matthäus-Evangelium lässt mehrere Deutungen zu, Sternenkundige, Priester, Ärzte oder Gelehrte – letztlich wirklich „weise“ oder gelehrte Personen. Dort wird auch gesagt, dass diese Weisen den neugeborenen König der Juden suchten, dessen Stern sie aufgehen haben sehen.

In einem Psalm wurde von zahlreichen Geschenken aus vielen Königreichen berichtet. Vermutlich wurden somit aus den Weisen die Könige. Die Zahl drei der Könige leitet sich wahrscheinlich aus den drei Geschenken – Gold, Myrrhe, Weihrauch – ab, jedoch sind auf christlichen Gemälden teilweise auch mehr als drei Geschenke zu sehen.

Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar tauchten etwa im 6. Jahrhundert auf und leiten sich wohl von den Anfangsbuchstaben des Segensspruchs Christus mansionem benedicat ab. Allerdings werden den Weisen in anderen Religionen andere Namen zugeordnet.

Am Dreikönigsfest ist es in Deutschland vielerorts Brauch, dass Sternsinger von Tür zu Tür gehen und diverse Lieder und Texte vortragen. Das Haus wird am Ende gesegnet und an die Tür die Initialen C + M + B (für Christus mansionem benedicat – Christus segnet dieses Haus) und das aktuelle Jahr mit geweihter Kreide geschrieben (Bsp. 20+C+M+B+07). Die Sternsinger, meist Kinder oder Ministranten, die sich als die drei Weisen verkleiden, bekommen von den Hausbesitzern einen Obulus für ihren Vortrag, der heutzutage für wohltätige Zwecke gespendet wird.

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